Sonntag, 4. Februar 2018

Wolfsmal 2 - der Stein in deinem Herzen von Aurelia L. Night | Rezension




Hallo!

Heute möchte ich euch den zweiten Teil der Wolfsmal-Reihe vorstellen. Ich würde euch empfehlen, zuerst den ersten Teil zu lesen, sonst werdet ihr wohl hier gespoilert. Wie ich den ersten Teil gefunden habe, könnt ihr hier nachlesen: REZENSION WOLFSMAL 1

Ihr habt es schon gelesen? Na, dann können wir ja mit dem zweiten Teil anfangen. :)


Emilia hat für ihre Liebsten alles gegeben: ihr Chance auf ein glückliches Leben, 
ihr Menschsein. 
Nur so bleiben die Seelen der anderen unversehrt. 
Sie können in Sicherheit leben. 
Theoretisch. 
Seitdem streift Em mit ihrem neuen Gefährten Fenrir in Wolfsform durch die Wälder. 
Doch ihr wahrer Gefährte Valentin will sie retten und macht sich auf eine Suche voller Gefahren...


Charaktere 

Im ersten Teil durften wir die Protagonisten schon kennen lernen. Doch dieses Mal erfahren wir mehr von ihnen.
Valentin lebt sein Leben ohne Emilia. Weit gefehlt, wenn man denkt, dass er loslassen könnte.

"Alles ist mir egal, abgesehen von der Tatsache, dass Emilia weg ist. Ich kann nicht mehr schlafen, nicht mehr essen, gar nichts, ohne dass sie in meinen Gedanken auftaucht." 
(S. 16)

Kurzum: er leidet. Zusammen mit seinem Zwillingsbruder Fynn macht er sich auf dem Weg, um Em zu retten. Odins Enkel erleichtern ihnen die Reise ... na gut, nicht unbedingt erleichtern...sie sind schneller da. Sie bringen beide zu ihren Cousin Denis. Von dort aus erfahren sie nach und nach, wie sie Emilia zurückgewinnen können. Dafür ist ein Buch aus dem Märchenwald nötig. Denn nur das beinhaltet einen Zauberspruch, mit welchen man Asen töten kann. An jenes zu kommen ist aber schwieriger, als erhofft. Mutig nehmen sie sich ihrer Aufgabe an. Wie viel wirklich auf dem Spiel steht, hätten sie sich aber nicht erträumen können...

An dieser Stelle sollte ich wohl auch Lieblingscharaktere verraten. Es ist extrem schwer, sich zu entscheiden. Doch ich entscheide mich wohl für Fenrir. Ihr werdet wohl erfahren, wieso. Seine Mutter dagegen...ach, kümmern wir uns lieber um den Schreibstil.





Schreibstil

Es werden abwechselnd Valentins Abenteuer und Emilias Erlebnisse in Wolfsform erzählt. Mit Illustration schön abgegrenzt. Bei manchen Büchern ärgert man sich über den Erzählerwechsel, hier fand ich es sehr angenehm.

Als ich gehört habe, dass endlich der zweite Teil rauskommt, habe ich es unbedingt haben müssen. Die Leserunde dazu kam wie gerufen. Bei der ich dann doch nicht mitgemacht habe. Ich habe - Schande über mein Haupt - nichts mehr verstanden. Wer war noch einmal dieser Valentin? Um was geht es genau? Wie, was, wo? Also musste der erste Teil noch einmal her. Als Print. Mag ich einfach mehr. Bis dann beide Titel (wenn schon, denn schon...) bei Libri (Großhändler "meiner" Buchhandlung) erhältlich waren, hatte es dann ein bisschen gedauert...

Wie auch immer...Anfang/Mitte Januar hatte ich dann endlich beide Bücher und habe sie nacheinander gelesen. Beim zweiten Buch stockte mein Lesetempo wieder etwas. Das Geschehen musste erst in Fahrt kommen. All zu lang hat es dann aber doch nicht gedauert. Spätestens dann, als die Zwillinge eine Walküre kennenlernten...oder war es bei der Hexe? Da war ich jedenfalls dabei. Hexen sind sowieo mein Ding.

Es kann sein, dass ich mir im zweiten Buch sehr viel Druck gemacht habe. Schließlich wollte ich eine gescheite Rezension abliefern. Nach so viel Wartezeit! Kaum hatte ich das Buch beendet...hatte ich keine Meinung. Mittlerweile ist es der nächste Mittag - jetzt oder nie.





Gefühl & mehr

Irgendwie gefällt mir der erste Band besser.
Es ist noch alles möglich. Friede, Freude, Eierkuchen. Also fast. Im zweiten steht dann so viel auf dem Spiel. Es trieft von Leid, Hoffnung und ...gerade hat es an der Haustür geklopft und ich weiß nicht mehr, was ich schreiben wollte.

Ich habe bei dem Punkt "Charakter" ein wenig rumgedruckst. Aber ich verrate es doch.
Angrboda kann ich schon einmal gar nicht leiden. Sie ist schon ein Hasscharakter. Der ein oder andere ihre Züge hat mich schon im ersten Band zur Weißglut gebracht. Wenn man wie ich nicht all zu viel Ahnung von der nordischen Mythologie hat (ich habe alles vergessen...), erfährt man erst im zweiten Band, was wirklich hinter ihren Taten steckt. Da war ich ihr dann gar nicht mehr all zu böse. Wenn ich länger überlege, habe ich sogar einige Dinge anders in Erinnerung. Aber abgesehen davon, dass es verschiedene Überlieferungen giebt, darf man ja auch als Autorin einiges verändern - es macht sogar alles interessanter.

Doch kommen wir zu den Gefühlen zurück. Da ich die Protagonisten nach der Zeit schon lieb gewonnen habe (wen am meisten? Fynn?) habe ich mit ihren Einzelschicksalen mitgefiebert. Mit ihnen gekämpft und gelitten. Mich dann aber auch ein oder um's andere Mal gefreut. So viel sei gesagt: nicht all zu oft. Es gab auch den ein oder anderen Schmunzler. All zu viel gab es aber nicht für die Lachmuskeln zu tun.



Idee

Ich mag Aurelias Darstellung von Elfen.

"...die Elfen haben etwas an sich, das einen denken lässt, dass man von was Bösen verfolgt wird." 
(S. 144)

Also nicht diese süßen Wesen, die im Garten feiern und die man gerne als Freunde haben würde.

Ich habe bei vielen Stellen im Buch gemerkt, dass ein paar Mythen und ein Märchen nachlesen muss. Irgendwie hatte ich das anders in Erinnerung. Hm...
Hach, ich weiß doch, dass es so gewollt ist. Und das finde ich wunderbar!
Die Verbindung von beiden fand ich richtig toll! Am interessantesten fand ich die Palaste der Dryaden (Baumgeister/ Nymphen der Eichenbäume). Ich werde mich auf jeden Fall mehr über diese Wesen informieren. Aber ich muss euch unbedingt noch die Beschreibung aufschreiben. Dann war es das auch heute von mir. 

"Im Inneren des Palastes sah man zwar, dass man in einem Baum war, aber es gab eine hölzerne Treppe in die oberen Etagen und Glühwürmchen flogen durch den Baum und verteilten überall ihr sanftes Leuchten (...) .Viele hölzerne Stände drängten sich aneinander und Dryaden schrien sich gegenseitig zu, wie toll ihre Fabrikate waren." (S. 132) 

Also das stelle ich mir richtig schön vor. Märchenhaft.



Fazit
Im zweiten Teil gibt es mehr Mythen und Abenteuer. 
Ich will den zweiten Teil nicht missen, war aber vom  ersten Band mehr begeistert.
Da war noch alles so frisch und es war alles simpler gestrickt. 
Trotz allem ist es eine tolle Fortsetzung.


Lesenswert!

  

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